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Paul Wenzel

Autor

Ein Rucksack für den vollen Überblick: Die Entstehungsgeschichte des Topload

von Paul Wenzel


„Und wann kommt der jetzt?"

Lisa fragt das nicht zum ersten Mal. Ein paar Wochen vorher haben wir ihr eines unserer Muster mitgegeben — nicht zum Angucken, sondern zum Benutzen. Seitdem trägt sie es jeden Tag: morgens in die Bahn, die Unterlagen für ihr Gartenprojekt griffbereit, abends wieder nach Hause. Und bei jedem Wiedersehen dieselbe Frage.

Was Lisa nicht wusste: Ob dieser Rucksack jemals in den Verkauf geht, war da noch gar nicht entschieden.


Es beginnt beim Lesen

Neue Produkte beginnen bei uns selten am Zeichentisch. Meistens beginnen sie beim Lesen. Zehntausende Bewertungen sind über die Jahre zusammengekommen, und wir lesen sie alle — und hören besonders dorthin, wo etwas hakt.

„Man hat keine Einsicht, muss immer im großen Fach nach Dingen wühlen." (Antje)
„Mein einziger Verbesserungsvorschlag wäre ein Reißverschluss unten am Rucksack, so dass man nicht wühlen muss, wenn man etwas von weiter unten benötigt." (Janine)

Der Wunsch dahinter ist immer derselbe: Überblick. Besonders bei denen, die viele Male am Tag an ihren Rucksack müssen — rein, raus, schnell das Richtige greifen. Für einzelne Editionen haben wir dafür schon einen zusätzlichen seitlichen Zugriff gebaut, und der hilft. Aber irgendwann stand die Frage im Raum: Was, wenn Überblick kein Extra ist — sondern der Ausgangspunkt? Ein Rucksack, bei dem Du nicht hineingreifst und ertastest, sondern einfach hineinschaust.

Wir dachten: Das können wir noch besser lösen, als wir es bisher gelöst haben.

Technische Zeichnung des Ela Mo Topload mit Lineal und Stoffmustern
Vom Gedanken zur Konstruktion: Die technische Zeichnung aus dem Produktentwicklungs-Clip bleibt als ruhiger 16:9-Übergang erhalten.

Zu ist zu. Auf ist auf.

Wir haben mehrere Wege ausprobiert — große Reißverschluss-Öffnungen, eine Art Klappe. Überzeugt hat das einfachste Prinzip: ein leichter Bügel im Rand der Öffnung, der sie von der Mitte her weit aufspannt und offen stehen lässt. Wie bei einer Arzttasche. Reißverschluss auf, und der Rucksack zeigt Dir alles, was drin ist. Das helle Innenfutter hilft dabei — auch unten in den Ecken bleibt nichts im Dunkeln.

Geöffneter Ela Mo Topload von oben – extra große Öffnung mit hellem Innenfutter und Organizer
Die Idee im fertigen Produkt: Die große Öffnung gibt den Blick bis in die Ecken frei.

Das war noch nicht der Topload

Die erste Lösung, die wir in der Hand hielten, konnte genau das. Aufziehen, offen stehen, alles sehen — die Funktion war da. Und trotzdem: Das war noch nicht der Topload.

Der Bügel bestand damals aus Stahl, schwer, und beim Öffnen hakte es. Vor allem aber sah der Rucksack noch nicht aus wie einer von uns. Unser Anspruch ist bei jedem Produkt derselbe: Ein Ela Mo soll etwas können — und gleichzeitig ein Rucksack sein, den Du gern jeden Tag trägst und mit dem Du gut aussiehst. Zu einem Preis, bei dem Du sehr viel Rucksack für Dein Geld bekommst. Diese Kombination ist das Schwerste an der Produktentwicklung. Und genau daran haben wir gearbeitet.

Hand prüft den Öffnungsrahmen eines frühen Topload-Papiermodells im Entwicklungsstudio
Ein früher Test mit Papier, Pappe und einem provisorischen Öffnungsrahmen macht die Iteration greifbar.

Normalerweise brauchen wir für eine neue Produktentwicklung drei bis sechs Monate. Beim Topload haben wir uns fast anderthalb Jahre Zeit genommen: ein leichterer Bügel, der sich flüssig öffnen und genauso leicht schließen lässt, überarbeitete Proportionen, bis die Silhouette stimmte — so lange, bis wir sagen konnten: Jetzt ist er da, wo wir ihn haben wollen.

Vollständige Frontalansicht des Ela Mo Topload Silver Lining mit Griff, Öffnungsrand und Boden
Nach vielen Zwischenstufen steht der fertige Topload vollständig vor uns — vom oberen Griff bis zum Boden.

„Nimm ihn einfach mit"

Dann haben wir etwas gemacht, das wir so noch nie gemacht hatten: Wir haben die Muster nicht nur gezeigt — wir haben sie weggegeben. „Nimm ihn mit. Benutz ihn. Wir sprechen uns in drei Wochen."

Ich gab einen der ersten Prototypen Caro mit. Bei ihr fuhr der Topload zum Einkaufen, zum Kinderturnen, in die Schwimmhalle und in die Schule — gefüllt mit Trinkflaschen, Snackdosen, iPad und den Mützen der Kinder. Ihr Fazit nach drei Wochen: Das Gestell, das den Rucksack offen hält — genial. Das Prinzip kannte sie von ihrem Wickelrucksack und hatte es dort schon geliebt. Fabian gab einen an Lisa, die mit ihrem Gartenprojekt jeden Tag unterwegs ist. Eine Kollegin wollte auch einen.

Die Rückmeldungen klangen alle gleich. Und dann kam diese eine Frage, immer wieder: Wann kommt der denn?

Da war die Entscheidung gefallen.

Eine Person trägt den Ela Mo Topload Leo Olive auf dem Rücken
Vom Prototyp in den Alltag: Der Topload wird als Rucksack getragen, nicht nur als Produktdetail gezeigt.

Beim Topload haben Menschen aus der Community unsere Prototypen im echten Alltag getestet. Diesen Kreis bauen wir weiter auf: Wenn Du künftig ausgewählte neue Produkte vor ihrer Veröffentlichung ausprobieren möchtest, trag Dich als Produkttesterin ein. Wir melden uns, sobald ein passender Test ansteht.

→ Produkttesterin werden


Was ihn im Alltag wertvoll macht

Über die Jahre haben uns unzählige Bewertungen gezeigt, was einen Rucksack in der täglichen Nutzung wertvoll macht. Vieles davon steckt im Topload.

Frühe Topload-Konzeptskizze mit großer Öffnung, Frontfach und Seitenfach
Öffnung, Frontfach, Seitenfach und Tragewirkung wurden schon in der frühen Konzeptphase zusammen gedacht.

Das Frontfach ist aufgesetzt — eigenes Volumen, das nicht vom Hauptfach abgeht. Da passt ein großes Portemonnaie hinein, auch wenn der Rucksack voll ist. Die zwei Seitenfächer waren einer der häufigsten Wünsche — bewusst aus dem Hauptstoff genäht statt aus Mesh, damit das Bild geschlossen bleibt; eine große Flasche passt, ein Taschenschirm auch. Dazu die Dinge, die für uns dazugehören: das Geheimfach am Rücken, der Trolley-Gurt, ein gepolstertes Fach für Laptop und Tablet — bis 17 Zoll, sogar ein großer A4-Ordner passt, wir haben es ausprobiert — und Schulterträger, die auch dann nicht drücken, wenn richtig was drin ist.


Eine Eigenschaft im Mittelpunkt

Beim Rolltop steht seit jeher eine Eigenschaft im Mittelpunkt: Volumen, das mitwächst. Beim Topload ist es der Überblick. Zwei Rucksäcke, zwei Antworten — je nachdem, wie Dein Tag aussieht.

Lisa haben wir übrigens längst geantwortet. Jetzt können wir ihn endlich vorstellen: den Topload.

Wir sind ehrlich gesagt ein bisschen stolz auf ihn — und vor allem gespannt, wie Du ihn findest. Wenn er ab Ende September mit Dir unterwegs ist: Erzähl uns davon, in einer Bewertung oder direkt an uns. Dein Feedback macht unsere Produkte besser. So hat auch dieser hier angefangen. 🧡

Den Topload gibt es ab Ende September 2026 in sieben Varianten.

→ Topload entdecken

Von den ruhigen Coated Editionen über Silver Lining bis zum bestickten Flowering Vine.

Über den Autor

Paul ist seit 2020 Teil des Ela Mo Teams. Er lebt mit seiner Frau und vier Kindern im Ruhrgebiet. Und wenn er nicht gerade Taschen auseinandernimmt, trifft man ihn vermutlich beim Baden in eiskalten Bergseen der Schweiz.